Marktwirtschaft neu denken

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– 100%-Money: Ein Fall von Realitätsblindheit mit finaler Geistesverwirrung

Posted by Marktwirtschaft neu denken - 25. Februar 2013

Autor: Paul Simek
keywords: #Kredit #Sparen #Geldschöpfung #Mindestreserve
Ein Betrunkener sucht unter einer Straßenlaterne seinen Schlüssel. Ein Passant hilft ihm. Nach einer Weile will der Passant wissen, ob der Mann sicher sei, den Schlüssel hier verloren zu haben. Der antwortet: „Nein, nicht hier, sondern dort hinten – aber hier ist es viel heller.“
Motto

Gibt es in der unbelebten Natur etwas, das den Menschen zum Lachen bringt? Kaum. Bringt es den Menschen zum Lachen, wenn er die Pflanzen- und Tierwelt beobachtet? Eher selten. Worüber lacht der Mensch normalerweise? Er lacht dann, wenn er eine Dummheit bei seinen Mitmenschen ausmacht, besonders dann, wenn er diese Dummheit – bewusst oder unbewusst – bei sich selbst ahnt. Auch in unserer lustigen Geschichte oben wird die menschliche Dummheit ausgelacht. Es ist eine Dummheit von der Art, bei der ein Mensch ein real existierendes Problem mit einer völlig falschen Methode zu lösen versucht. Diese ist aber noch nicht die dümmste die es gibt, weil hier zumindest das Problem selbst noch richtig erkannt worden war. Zur menschlichen Dummheit, oder milder ausgedrückt zur Unfähigkeit, Probleme zu lösen, gehört auch der Fall, dass man anstelle eines echten ein falsches Problem zu lösen versucht. Solche Probleme bezeichnet man als Pseudoprobleme. Nebenbei bemerkt beanspruchen diese Bezeichnung die Gebildeten und „Experten“ für ihre eigenen Irrtümer, während sie anderen, wenn diese sich auf die gleiche Weise geirrt haben, gerne Inkompetenz oder schlichte Dummheit unterstellen. Das entspricht dem uralten Prinzip: Quod licet Iovi, non licet bovi.

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– Von nichts kommt nichts: Auch Geld bzw. Kredit kommt nicht von nichts

Posted by Marktwirtschaft neu denken - 2. Juni 2012

Autor: Paul Simek
keywords: #Kredit #Sparen #Geldschöpfung
Beide verschafften sich durch einen Kunstgriff ein Monopol. … Es gehört, wie wir gesagt haben, überhaupt zur Erwerbskunst, wenn man sich ein Monopol zu verschaffen vermag.
Aristoteles, 384 – 322 v. Chr.
Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation, und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht.
Mayer A. Rothschild, ein deutscher Bankier aus der Rothschildfamilie

Schon bald nach dem Tod des Begründers der Marktwirtschaft Adam Smith haben sich in der neu entstandenen Wirtschaftswissenschaft zwei theoretische Ansätze herausgebildet, die zu erklären versuchten, warum die Marktwirtschaft nicht richtig funktioniert: der angebotstheoretische (Say, Ricardo) und der nachfragetheoretische (Sismondi, Malthus). Im angebotstheoretischen Ansatz – heute würde man sagen Paradigma – werden alle Probleme der Marktwirtschaft durch zu hohe Kosten erklärt, in dem nachfragetheoretischen durch mangelnde Nachfrage. (Der später entstandene Marxismus gehört vollständig zum angebotstheoretischen Paradigma.) Wir haben im vorigen Aufsatz kurz erörtert, dass der Nachfragemangel auf zweierlei Weise entstehen kann, durch Geldhortung und durch das fehlende Einkommen. Wenn das Geld gehortet wird – zugespitzt gesagt: wenn das Bargeld irgendwo „begraben wird“ -, dann fehlt dieses Geld dem wirtschaftlichen Kreislauf, was einleuchtend ist. Man kommt hier schnell auf den Gedanken, dass man dieses Geld folglich von anderswo der Wirtschaft zuführen müsste. Aber aus welchem Grund auch immer die Nachfrage fehlen sollte, es liegt nahe, dass das Geld eine direkte Möglichkeit wäre die Nachfrage zu steigern bzw. die fehlende Nachfrage zu kompensieren.

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– Wie Kredit und Zins für mehr Wachstum sorgen und das Nachfrageproblem

Posted by Marktwirtschaft neu denken - 16. Mai 2012

Autor: Paul Simek
keywords: #Investieren #Sparen #Kredit #Wachstum #Horten #Nachfragemangel
Die Sparsamkeit ermöglicht eine hohe Akkumulationsrate und behindert gleichzeitig ihre Realisierung. Dieses paradoxe Wirken der kapitalistischen Spielregeln ist eine der Hauptfragen, die wir durch ökonomische Analysen aufzuhellen hoffen.
Joan Robinson, britische Ökonomin, scharfe Kritikerin der neoliberalen Gleichgewichtstheorie
Die Originalität der mathematischen Wissenschaft liegt darin, dass in ihr Beziehungen zwischen Dingen zutage treten, die, bis die menschliche Vernunft eingreift, ganz uneinsichtig sind.
Alfred N. Whitehead, bekanter amerikanischer Philosoph und Mathematiker

Wenn man Ökonomen über Zins sprechen hört, kann man sich ziemlich sicher sein, dass sie sich über das Wirtschaftswachstum unterhalten. Heute wird in der Tat als selbstverständlich angenommen, dass der Zins mit dem Wirtschaftswachstum, also mit dem Sparen und Investieren sehr eng verbunden ist. Das ist einerseits nicht völlig falsch und andererseits ist dieser Zusammenhang für die Marktwirtschaft zweifellos sehr charakteristisch. Damit ist aber trotzdem nicht gesagt, dass es Zins nur dort gibt, wo es auch neue Investitionen gibt bzw. die Wirtschaft wächst. Zins und Wirtschaftswachstum sind nicht zwei Seiten ein und derselben Münze. Auch wenn die Wirtschaft auf eine unveränderte Weise immer weiter läuft – in der ökonomischen Theorie bezeichnet man das als stationär – kann es Zins geben. Wir haben uns diesen Fall in dem vorigen Aufsatz genauer angeschaut. Dort sind wir zu der Schlussfolgerung gekommen, dass der Zins mit Eigentumsverhältnissen bzw. mit dem Geldbesitz zu tun hat. Fassen wir das dort Gesagte kurz zusammen:

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– Der wirkliche Sinn und Zweck der Zinsen und woher sie überhaupt stammen

Posted by Marktwirtschaft neu denken - 28. April 2012

Autor: Paul Simek
keywords: #Bank, #Zins
Der Zins aber ist Geld von Geld, so dass von allen Erwerbszweigen dieser der naturwidrigste ist.
Aristoteles, 384 – 322 v. Chr.
Was jemand von seinem Einkommen erspart, fügt er dem Kapital hinzu und verwendet es entweder selbst … oder lässt es andere tun, indem er es ihnen gegen Zinsen, d.h. für einen Anteil am Gewinn leiht.
Adam Smith, schottischer Moralphilosoph, Ökonom, Ahnherr der Marktwirtschaft
Das Kreditsystem, das seinen Mittelpunkt in den angeblichen Nationalbanken und den großen Geldverleihern und Wucherern hat, ist eine enorme Zentralisation und gibt dieser Parasitenklasse eine fabelhafte Macht, nicht nur die industriellen Kapitalisten periodisch zu dezimieren, sondern auf die gefährlichste Weise in die wirkliche Produktion einzugreifen – und diese Bande weiß nichts von der Produktion und hat nichts mit ihr zu tun.
Karl Marx

Das numerische Beispiel im vorigen Artikel – siehe rechts die Kategorie: Geld und Finanzsystem – stellte ein einfaches Modell der ganzen Volkswirtschaft dar. Das Modell sollte deshalb die ganze Wirtschaft – natürlich im Prinzip – präsentieren, weil sich ökonomische Probleme nicht ohne gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge verstehen lassen. Damit wird der Standpunkt vertreten, dass es unwissenschaftlich ist, das Ganze in seine Teile zu zerlegen und sie an sich zu untersuchen. Das Ganze ist mehr als eine einfache Summe seiner Teile (mehr…). Methodisch besonders falsch ist es, wenn man sich einen Teil des Ganzen nach Wunsch herausnimmt, ihn dann losgelöst untersucht und daraus gezogene Schlussfolgerungen – pars pro toto – auf das Ganze überträgt. Wen man zum Beispiel auf diese Weise Zinsen untersucht, kommt man zu einem irrwitzigen Ergebnis, das als Josephspfennig bekannt ist. Das werden wir uns zum Schluss auch kurz anschauen:

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– Tausch und Tauschwerte bzw. Preise und wozu Geld und Banken gut sind

Posted by Marktwirtschaft neu denken - 30. März 2012

Autor: Paul Simek
keywords: #Tauschwert, #Preis, #Gold, #Geld, #Bank, #Zins
Geld ist, genau genommen, keine Handelsware, sondern nur das Instrument, auf das Menschen sich geeinigt haben, um den Tausch von Waren zu erleichtern. Es ist nicht eines der Räder des Handels, es ist das Öl, das die Räder leicht und glatt laufen läßt.
David Hume, großer schottischer Philosoph, Historiker und Ökonom

Die Menschen haben in der vorzivilisatorischen Zeit bekanntlich in kleinen Gruppen gelebt und für alles, was sie für ihre Existenz benötigten, alleine gesorgt. Bei den Naturvölkern konnte man dies noch in den letzten Jahrhunderten gut erforschen. Alles was erwirtschaftet wurde, wurde dann nach uralten Sitten direkt verteilt. So etwas wie Geld war unbekannt, weil es völlig überflüssig gewesen wäre. Man brauchte das Geld sogar auch dann nicht unbedingt, wenn eine Gruppe mit der anderen etwas tauscht. Nehmen wir an, eines dieser Naturvölker sind Bauern und das andere Jäger. Die Bauern würden gerne Felle haben, die Jäger gerne Weizen. Nehmen wir an, aus der langen Erfahrung hat es sich einfach so ergeben, dass zum Beispiel 1q Weizen für 2 Felle getauscht wird. Dieses Verhältnis oder Proportion, je nachdem, was man als Bezugsgut nimmt, lässt sich wie folgt schreiben:

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Posted in Geld und Finanzsystem | 8 Comments »